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DFB Nachwuchsförderung

1.000 Minispielfelder für Deutschland

Das größte und nachhaltigste Projekt der Nachwuchsförderung in der Geschichte des DFB hieß „1000 Minispielfelder für Deutschland“. Zwischen 2007 und 2009 entstanden im ganzen Land Kleinspielfelder an Schulen und Vereinen. SoccerGround hat die Bandensysteme gebaut: 1.019 Spielfelder, mehr als geplant.

Nach 1998 und 2000: ein Plan für den Nachwuchs

Nach dem schwachen Abschneiden der Nationalmannschaft bei der WM 1998 und der EM 2000 schuf der DFB einen Zehnjahresplan, der gezielt Talente finden und fördern sollte. Die Heim-WM 2006 gab dafür den Rahmen: Am 13. April 2007 beschloss das Präsidium des DFB, aus ihrem Erfolg etwas Bleibendes zu machen. Mit rund 25 Millionen Euro, finanziert aus den Einnahmen der WM 2006 und dem Hattrick-Programm der UEFA, wollte der DFB, so sein damaliger Präsident Theo Zwanziger, zugleich allen Menschen in Deutschland danken, die die WM zu einem großen Erfolg gemacht hatten.

Das Ziel war einfach: Kinder sollten wieder mehr Fußball spielen, direkt dort, wo sie jeden Tag sind. Dazu kamen die Integration von Kindern aus Familien mit Migrationsgeschichte, die Förderung des Mädchenfußballs und eine engere Verbindung von Schule und Verein. Über 5.000 Schulen und Vereine bewarben sich um den Zuschuss des DFB, der die Kosten für das Spielfeld übernahm; die Vorbereitung des Bodens übernahmen die Standorte. Die Auswahl verteilte die Spielfelder möglichst gleichmäßig über die Landesverbände und die Regionen.

Schule und Verein an einem Platz

Die Spielfelder entstanden vor allem an Grundschulen und Schulzentren, einige auch an weiterführenden Schulen und bei Vereinen. Eine Bedingung galt überall: Schule und ein Verein in der Nähe mussten eng zusammenarbeiten. Vormittags gehört das Spielfeld dem Sportunterricht und den Pausen, nachmittags dem Ganztag, den Schul-AGs und dem Kinder- und Jugendtraining des Vereins.

Genau hier setzt der Gedanke der Nachwuchsförderung an: Der DFB bat die Schulen um eine aktive Partnerschaft mit einem Verein in ihrer Nähe. So werden Talente dort entdeckt, wo alle Kinder spielen, auf dem Schulhof, und finden den Weg in einen Verein, in dem sie sich weiterentwickeln können.

Von Mainz bis überall in Deutschland

Das erste Spielfeld eröffnete Theo Zwanziger im Oktober 2007 an der Heinrich-Mumbächer-Grundschule in Mainz-Bretzenheim, beim DFB-Bundestag. Ab dem Frühjahr 2008 folgten die übrigen, gemeinsam mit allen Landesverbänden, Städten und Gemeinden gebaut: 950 noch im Jahr 2008, das letzte 2009. Jedes ist 20 x 13 m groß, mit Kunstrasen und dem Bandensystem von SoccerGround.

Angekommen in Schulen, Vereinen und Gemeinden

Zu vielen Eröffnungen kamen Fußballprominenz und das ganze Viertel, mit Gästen wie Weltmeister Andreas Brehme als Botschafter des DFB und Nationalspielerin Steffi Jones. Schnell wurden die Spielfelder zu Treffpunkten weit über die Schule hinaus: Nachmittags und am Wochenende spielen dort Kinder, Jugendliche und Erwachsene, und Turniere wie die der Fritz-Walter-Stiftung für Grundschulen oder die Sepp-Herberger-Tage holen den Fußball zusätzlich auf die Plätze.

Bei mehr als 1.000 Standorten blieben Lärm und Vandalismus die Ausnahme. Bis heute sind die Spielfelder in Betrieb, und das Programm wurde zum Vorbild: Dem Beispiel des DFB folgend bauten der Fußball-Landesverband Brandenburg weitere 84 Spielfelder, Mecklenburg-Vorpommern 15 und viele weitere Auftraggeber rund 300 zusätzliche SoccerGround-Spielflächen.

Was daraus wurde

Der Blick zurück lohnt sich: Seinen Strom an nachrückenden Talenten verdankt der deutsche Fußball auch den Lehren aus dem EM-Debakel von 2000, die in die Jugendförderung geflossen sind, und die Minispielfelder auf den Schulhöfen sind ein Teil davon.

Mehr zum SoccerGround Classic, dem System der DFB-Minispielfelder, auf der Produktseite, und wie ein Minispielfeld an Ihrer Schule aussehen kann, unter Für Schulen.

Produkt-Info: SoccerGround Classic 20 x 13 m, Tormaße 3 x 2 m.